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Private Vorsorge im Trend PDF Drucken E-Mail
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Donnerstag, 03 April 2008
 

Die Zahl der Menschen, die sich mit ihrer zu erwartenden finanziellen Lage im Alter befassen, wächst rapide. Das zeigt eine aktuelle Umfrage.

(verpd) Die breite öffentliche Diskussion über die Notwendigkeit einer privaten Vorsorge im Alter als unabdingbare Ergänzung der gesetzlichen Rentenversicherung scheint bei den Bundesbürgern endlich angekommen zu sein.

Innerhalb von nur zwei Jahren stieg die Zahl der Menschen, die sich schon näher mit ihrer zu erwartenden finanziellen Situation im Alter befasst haben, auf 70 Prozent, wie aus einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach hervorgeht.

Im Jahr 2006 hatten sich lediglich 54 Prozent Gedanken über ihre finanzielle Zukunft gemacht, wie Allensbach-Geschäftsführerin, Professorin Renate Köcher, auf einer Veranstaltung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) in Berlin ausführte.

Impulse kommen dabei aus Gesprächen mit Freunden und Verwandten (34 Prozent), den Medien (Fernsehen 22 Prozent, Zeitungen 17 Prozent) und Finanzberatern (Versicherungsvertreter zwölf Prozent, Bankberater zehn Prozent, Steuerberater sieben Prozent).

Bedeutung der gesetzlichen Rente sinkt

Dass die gesetzliche Rentenversicherung in Zukunft an Bedeutung verlieren wird, ist mittlerweile 68 Prozent der Menschen bewusst. Nur eine Minderheit von vier Prozent glaubt, dass das Gewicht der gesetzlichen Rentenversicherung noch zunehmen wird.

Für 82 Prozent der in der repräsentativen Umfrage befragten Personen (im Alter ab 16 Jahren) ist klar, dass die Bedeutung der gesetzlichen Rente sinken wird. Und bei Einkommensbeziehern von monatlich über 2.000 Euro glauben dies sogar 90 Prozent.

Wunsch und Wirklichkeit klaffen auseinander

Die Vorstellungen der Menschen von einer idealen Altersvorsorge und ihren tatsächlichen Erwartungen gehen deutlich auseinander, wie die Allensbach-Umfrage belegt.

Als zentraler Baustein wird nach wie vor die gesetzliche Rente angesehen. Der Wunsch nach einer eigenen Wohnimmobilie ist ebenfalls sehr ausgeprägt (69 Prozent). Jedoch glauben lediglich 46 Prozent, dieses Ziel auch verwirklichen zu können.

Ob hier die neue Wohn-Riester-Förderung etwas bewegen wird, an der die Versicherungswirtschaft erst kürzlich Nachbesserungen eingefordert hat, bleibt abzuwarten.

 
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