| Wer hilft Senioren nach einem Unfall im Alltag? |
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| Freitag, 04 April 2008 | |
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Auch wenn der Wunsch von älteren Menschen nach Unterstützung von Angehörigen nach einem Unfall groß ist, wächst der Bedarf nach fremder Hilfe im Alter, wie eine aktuelle Studie zeigt. (verpd) Die Deutschen werden immer älter, leben häufiger allein und haben entsprechend spezifische Bedürfnisse. Eine im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erstellte Studie bestätigt, dass die Unfallhäufigkeit mit zunehmenden Alter stark ansteigt – und kommt zu dem Ergebnis, dass oft fremde Hilfe nötig wird.Fast ein Drittel der über 75-Jährigen sei bereits betroffen, zitierte Jürgen Engel, Vorsitzender des GDV-Fachausschusses Unfallversicherung, auf einer Veranstaltung aus der Studie, für die 759 Deutsche ab 55 Jahren befragt wurden. Rund zehn Prozent der Senioren bewerten ihren Gesundheitszustand auch nach der Genesungsphase deutlich schlechter als vor dem Unfall. Dabei wollen aber 80 Prozent der befragten Senioren auch bei zunehmender Hilfsbedürftigkeit weiterhin in der eigenen Wohnung leben. Wachsender BedarfDamit wächst aber auch der Bedarf nach unterstützenden Haushaltsleistungen in Notfällen. Hier setzt die private Unfallversicherung für Senioren an, die die Lücke im Sozialversicherungs-System schließen soll. Denn wer nach einem Unfall vorübergehend auf fremde Hilfe angewiesen ist, wird weder über Kranken- noch Pflegeversicherungs-Leistungen versorgt. Hier greifen die Assistance-Leistungen der Unfallversicherer, wobei der Bedarf an Dienstleistungen und Hilfen individuell auf die versicherte Person abgestimmt werden kann. Frauen sind im Alter oft allein und hilfsbedürftigWährend die Zahl alleinstehender Männer auch in hohem Alter unterhalb der Marke von 20 Prozent bleibt, nimmt die Zahl der allein lebenden Frauen mit steigendem Alter zu. Zum einen haben Frauen eine höhere Lebenserwartung, und zum anderen sind sie meist jünger als der Ehemann. Liegt ihr Anteil in der Gruppe der 55- bis 64-Jährigen noch bei 22 Prozent, steigt er im Alter zwischen 65 und 74 Jahren bereits auf 47,1 Prozent an. Frauen, die älter als 75 Jahre sind, leben zu 58,1 Prozent in einem Ein-Personen-Haushalt. Die meisten hoffen auf private HilfeDie eigene Hilfsbedürftigkeit wird insgesamt gering eingeschätzt. 60 Prozent geben an, weder sie selbst noch eine andere Person im Haushalt benötige Hilfe im Alltag. Betrachtet man allerdings die unterschiedlichen Altersgruppen, so zeigt sich, dass bei den über 75-Jährigen die Zahl der auf Hilfe angewiesenen Menschen auf über 70 Prozent ansteigt. Schwer fallen etwa das Treppensteigen, Putzen und Aufräumen, Behördengänge oder das Einkaufen. Kommt es dann auch noch zu einem Unfall, hoffen 95 Prozent aller Befragten auf Hilfe aus dem privaten Umfeld. Vor allem Männer können sich dabei auf den Ehepartner verlassen. Jeder fünfte Befragte zog auch professionelle Helfer für Notfallsituationen in Erwägung; drei Prozent nennen sogar nur professionelle Helfer als Ansprechpartner. Großer Wunsch nach Hilfe unabhängig vom AlterDer Wunsch nach verfügbaren professionellen Hilfen bei alltäglichen Verrichtungen ist der GfK-Studie zufolge in allen Altersgruppen groß. Mit zunehmendem Alter wird die Begleitung zu Arzt, Behörden und Einkäufen oder Hilfen bei der Gartenarbeit oder dem Winterdienst immer wichtiger. |
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