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Donnerstag, 03 April 2008
 

Nach Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes rollt bis zum Jahr 2030 auf Deutschland eine Welle von Pflegefällen zu. Wie diese Herausforderung finanziert wird, ist völlig offen.

Der demografische Wandel in Deutschland wird nach Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) bis zum Jahr 2030 die Zahl der Pflegebedürftigen um etwa 58 Prozent anwachsen lassen. Die Zahl der Pflegebedürftigen dürfte gegenüber heute auf 3,4 (2,1) Millionen zunehmen.

Auch die Behandlung älterer Menschen in Krankenhäusern wird danach kräftig zunehmen. Insgesamt rechnen die Statistiker mit einer Zunahme um zwölf Prozent auf dann jährlich 19 (heute 17) Millionen Fälle.

Demografischer Wandel als Ursache

Die Ursache für diese Zunahme sehen die Statistiker in der steigenden Zahl an Älteren bei insgesamt sinkender Gesamtbevölkerung.

Nach den Ergebnissen der aktuellen Bevölkerungs-Vorausberechnung wird die Zahl der 60-Jährigen und Älteren mit derzeit 20,5 Millionen Menschen im Jahr 2030 um rund 38 Prozent (28,4 Millionen Einwohner) höher liegen. Die Zahl der über 80-Jährigen dürfte dabei sogar um 73 Prozent auf 6,3 (derzeit 3,6) Millionen zunehmen.

Anteil Pflegebedürftiger steigt


Die veränderte Bevölkerungsstruktur dürfte nach Einschätzung der Statistiker zukünftig zu einem deutlich höheren Anteil Pflegebedürftiger führen.

Während heute 53 Prozent der Pflegebedürftigen älter als 80 Jahre sind, könnte ihr Anteil im Jahr 2030 bereits auf rund 65 Prozent oder von derzeit 1,1 auf etwa 2,2 Millionen Menschen zunehmen.

Diese Modellrechnungen unterstellen, dass die altersspezifischen Pflegequoten im Jahr 2030 identisch mit denen von heute sind.

Gehe man dagegen davon aus, dass sich das Pflegerisiko entsprechend der steigenden Lebenserwartung in ein höheres Alter verschiebt, würde die Gesamtzahl der Pflegefälle bis 2030 weniger stark auf 3,0 (statt 3,4) Millionen anwachsen, erklärte das Amt.

Individuelle Absicherung im Pflegefall

Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt jedoch nur einen bestimmten Teil der anfallenden Kosten, wenn man zum Pflegefall wird.

Deshalb raten Fachleute zu einer privaten Absicherung dieses Risikos. Ein Versicherungs-Vermittler kann dabei helfen, die individuell passende Absicherung zu finden.


 
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