| Bereitschaft zu mehr Vorsorge ist vorhanden |
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| Donnerstag, 27 März 2008 | |
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Verdrängt, verschoben, vernachlässigt – wie Deutsche mit der Herausforderung Eigenverantwortung umgehen. (verpd) Wie es um die Einstellungen der Deutschen zum Thema Eigenvorsorge bestellt ist, zeigt eine aktuelle Studie eines Versicherers und des Marktforschungs-Instituts Psychonomics AG. Das Fazit: Problem erkannt, Lösung vertagt.Der Gebrauch des Begriffs der Eigenverantwortung ist in den letzten Jahren inflationär gestiegen. Die Ursache ist schnell ausgemacht – Eigenverantwortung wird immer dann gefordert, wenn der Staat an die Grenzen der Finanzierbarkeit von sozialen Leistungen gelangt. Und das ist zunehmend der Fall. Der Einzelne soll stärker in die Pflicht genommen werden. Will und kann er das? Eigenverantwortung? Ja, aber...Das Marktforschungs-Institut Psychonomics hat sich den Antworten in zwei Schritten genähert. Interviews und Gruppendiskussionen legten das qualitative Fundament, bevor rund 800 Deutsche zwischen 14 und 75 Jahren in einer repräsentativen Studie telefonisch zur Eigenverantwortung befragt wurden. Die Antwort heißt „ja, aber…“. Fast 90 Prozent der Befragten übernehmen gern die Verantwortung für die Sicherung ihres eigenen Lebensstandards. Und immerhin 81 Prozent empfinden eigenverantwortliches Handeln als sozial. Gleichzeitig ist der Begriff negativ besetzt, sobald er im politischen Kontext steht. Immerhin 72 Prozent stimmen dieser Aussage zu: „Wenn in der Politik die Rede von mehr Eigenverantwortung ist, geht es nur darum, dem Bürger ans Geld zu gehen“. Materielle GrenzenEigentlich keine Überraschung: Die Einstellung zur Eigenverantwortung ist abhängig vom Einkommen. Die Schlussfolgerung der Studie, dass „sozial schwache Bürger“ – gemeint sind Menschen mit niedrigem Haushaltseinkommen – Eigenverantwortung als Bürde empfinden, ist allerdings gewagt. Muss man doch konstatieren, dass ein niedriges Einkommen oft auch objektiv wenig oder keinen Spielraum zur zusätzlichen Vorsorge liefert. Umso wichtiger übrigens, dass gerade Menschen mit niedrigem Einkommen die Riester-Förderung nutzen und eben nicht davon ausgehen, dass sie im Alter nur Leistungen aus der Grundsicherung bekommen. Die eigene VorsorgeZwei von drei Befragten sind sich sicher, bisher die richtigen Vorsorgeentscheidungen getroffen zu haben. Damit wird allerdings noch nichts darüber ausgesagt, ob die Vorsorge auch ausreichen wird und angemessen ist. Auf Nachfrage gaben 45 Prozent an, dass sie mehr für ihre Absicherung tun müssten. Wenn sie mehr Geld hätten, würden 85 Prozent der Befragten, die sich nicht ausreichend abgesichert fühlen, ihren Versicherungsschutz aufstocken. Welcher Vorsorgetyp sind Sie?Wer sich im Dickicht der zahlreichen Vorsorgeprodukte nicht alleine zurechtfindet, findet bei jedem Versicherungs-Vermittler fachkundige Hilfe, die individuell passenden Vorsorgeinstrumente zu finden. |
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