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Licht und Schatten bei der Gesetzlichen Sozialversicherung PDF Drucken E-Mail
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Donnerstag, 20 März 2008

Dank der guten konjunkturellen Entwicklung erzielten die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die Arbeitslosen-Versicherung im ersten Halbjahr 2007 ein Plus. Die Gesetzliche Rentenversicherung ist davon noch weit entfernt.

(verpd) Die Gesetzliche Sozialversicherung hat im ersten Halbjahr mit einem vergleichsweise geringen Defizit von 519 Millionen Euro abgeschlossen. Für das erste Quartal 2007 hatte das Statistische Bundesamt noch einen Fehlbetrag von 3,4 Milliarden Euro ausgewiesen.

Die Gesetzliche Sozialversicherung umfasst die Gesetzliche Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung, die Alterssicherung für Landwirte sowie die Bundesagentur für Arbeit.

Im ersten Halbjahr 2006 war aufgrund der Umstellung beim Beitrags-Einzugsverfahren und den damit verbundenen einmaligen Mehreinnahmen ein Überschuss von 8,6 Milliarden Euro erzielt worden. Von daher wären Vergleiche zum Vorjahr verzerrt.

Einzelheiten zur Entwicklung im zweiten Quartal wollte ein Sprecher des Bundesamtes noch nicht nennen. Auch könnten aus den Halbjahresdaten keine Rückschlüsse auf das Jahresergebnis gezogen werden.


GKV schreibt Plus von 307 Millionen Euro

Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) erreichte in den ersten sechs Monaten des Jahres ein Plus von 307 Millionen Euro. Negative Effekte durch die höhere Mehrwertsteuer wurden durch die gute konjunkturelle Entwicklung sowie Beitragserhöhungen mehr als ausgeglichen, wird mitgeteilt.

Der durchschnittliche Beitragssatz stieg den Angaben des Amtes zufolge auf 14,8 Prozent von zuvor 14,2 Prozent. Zwischen Januar und Juni erreichten die Ausgaben der GKV 75,8 Milliarden Euro; die Einnahmen beliefen sich auf 76,1 Milliarden Euro.

Die Soziale Pflegeversicherung weist für das Halbjahr ein Defizit von 348 Millionen Euro aus.

Bundesagentur für Arbeit mit Milliarden-Überschuss

Die Zunahme der Beschäftigtenzahl führte bei der Bundesanstalt für Arbeit im Berichtszeitraum zu einem Überschuss von 1,2 Milliarden Euro, obwohl die Beiträge zur Arbeitslosen-Versicherung von 6,5 auf 4,2 Prozent gesenkt worden waren.

Die Beiträge sollen nach dem Willen der Bundesregierung über die geplanten 3,9 Prozent hinaus weiter abgesenkt werden, und zwar auf 3,5 Prozent plädiert.

Rentenversicherung im Defizit

In der Gesetzlichen Rentenversicherung ergab sich von Januar bis Ende Juni ein Finanzierungsdefizit von 1,6 Milliarden Euro.

Den Ausgaben über 116,6 Milliarden Euro standen Einnahmen von 115,0 Milliarden Euro gegenüber.

 
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