| Lebensversicherung: Sinnvolle Alternativen zur Kündigung |
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| Donnerstag, 13 März 2008 | |
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Der Zweitmarkt für Lebensversicherungen bietet oft eine lukrative Alternative zur Vertragsauflösung. Andere Optionen können im Einzelfall noch sinnvoller sein. (verpd) Manchmal wird das in einer Lebensversicherung angesparte Kapital vorzeitig benötigt oder die Beiträge sollen eingespart werden. Dann bieten sich verschiedene Möglichkeiten an, den Versicherungsvertrag zu nutzen.Lebensplanungen können sich schnell ändern. Ob ein zusätzliches Kind sich anmeldet, die Chance zur Selbstständigkeit genutzt werden soll oder der Hausbau früher als geplant in Angriff genommen wird – bei etlichen Gelegenheiten besteht Bedarf, das angesparte Vermögen zu nutzen und vermeidbare Ausgaben einzusparen. Eine vorhandene Kapitallebens-Versicherung kann helfen, diese Wünsche zu verwirklichen. Wegen des langfristigen Charakters für Ziele wie die Altersversorgung ist diese Sparform eigentlich nicht sonderlich geeignet, kurzfristige Ausgaben zu finanzieren. Aber es lässt sehr oft mehr herausholen, als auf den ersten Blick möglich ist. Der schnelle Euro ist nicht der besteEine bestehende Versicherungspolice zu Geld zu machen, ist einfach. Man kann entsprechend der Zahlungsweise – in der Regel monatlich – kündigen und bekommt sein Vertragsguthaben (Rückkaufswert genannt) kurzfristig ausgezahlt. Dennoch ist dieser Weg selten optimal. Der Grund: Ein nicht unwesentlicher Teil der Rendite entsteht erst zum Vertragsende, bei einer vorzeitigen Kündigung geht dieses Geld verloren. Mehr Geld auf dem ZweitmarktOft mehr als bei ihrer Versicherungs-Gesellschaft erhalten die Versicherten auf dem Zweitmarkt. Dort haben sich Aufkäufer von Lebensversicherungen „aus zweiter Hand“ etabliert, die die Policen als Kapitalanlage erwerben und bis zum geplanten Ablauftermin behalten. Sie zahlen an die Versicherungsnehmer einige Prozente mehr, als diese bei einer Kündigung als Rückkaufswert erhalten würden. Aufgekauft werden Policen mit einem Wert ab etwa 5.000 Euro und Restlaufzeiten bis 15 Jahren. Ein Teil des ursprünglichen Todesfallschutzes bleibt erhalten. Die Versicherungssumme wird gegebenenfalls in Form einer nachträglichen Kaufpreiserhöhung an die Hinterbliebenen ausgezahlt. Individuelle LösungenSowohl Kündigung als auch Verkauf sind keineswegs immer die lukrativsten Lösungen. Entscheidend ist stets der spezielle Bedarf und die Gestaltung der vorhandenen Police. Je nach Lage des Einzelfalles kommen in Betracht: · Beitragsfreistellung: Dabei wird aus dem Vertragsguthaben die Fortsetzung des Versicherungsschutzes mit reduzierten Summen finanziert, ohne dass dafür weitere Zahlungen zu leisten sind. · Policendarlehen/Vorauszahlung: Ein Teil des Vertragsguthabens wird als Vorauszahlung an den Vertragsinhaber überwiesen. Auf Wunsch kann das Geld jederzeit wieder eingezahlt werden. Die Beitragszahlung und der Versicherungsschutz werden nicht berührt. · Änderungen der Beitragszahlung, Laufzeit und Versicherungssummen: Bei den meisten Lebensversicherungen lassen sich mit einer Verlängerung der Laufzeit oder eine Reduzierung der Versicherungssumme die Höhe der Pämie gemäß Zahlweise verringern. Oft reicht es dem Einzelnen auch, wenn man die Zahlweise von jährlich auf vierteljährlich oder monatlich ändert, um die finanzielle Belastung tragbar zu machen. Versicherte sollten sich auf Grund der Vielzahl der in Frage kommenden Maßnahmen über die individuellen Möglichkeiten bei ihrem Vertragspartner ausführlich beraten lassen. |
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