| Wie Selbstständige für ihr Alter vorsorgen |
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| Dienstag, 11 März 2008 | |
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Selbstständige präferieren laut einer Umfrage eindeutig die rein private Altersvorsorge. Von staatlich verwalteten Systemen halten sie wenig, von staatlicher Unterstützung nicht allzu viel. (verpd) Von staatlicher Altersvorsorge halten nur wenige Selbstständige etwas. Von staatlicher Unterstützung dabei erwarten sie allerdings offensichtlich auch nicht allzu viel. Diese Schlussfolgerung legt eine Umfrage des Bundes der Selbstständigen – Deutscher Gewerbeverband nahe.Zwei Drittel aller Selbstständigen sehen ihrem Ruhestand zumindest unter finanziellen Aspekt gelassen entgegen. Zumindest gilt das für jene in Bayern. Im Vergleich zum Durchschnitt aller Bundesbürger sehen sie sich damit weitaus besser auf das Alter vorbereitet. Die Ursache dafür liegt jedoch nicht in den staatlich verwalteten oder geförderten Absicherungssystemen. Klare Präferenz für die rein private VorsorgeDem gesetzlichen Rentensystem, in dem über die Hälfte von ihnen wegen einer früheren abhängigen Beschäftigung immer noch freiwillig oder aufgrund ihrer Berufsgruppe zwangsweise versichert sind, trauen nämlich auch sie kaum noch etwas zu. Der insbesondere für die Selbstständigen konzipierten Rürup- oder Basisrente vermögen sie allerdings offensichtlich ebenfalls nicht allzu viel abzugewinnen. Ihre Zuversicht schöpfen sie vielmehr „größtenteils aus ihrer privaten Altersvorsorge“. Das schließt Professor Fritz Wickenhäuser, Verbandspräsident des Bundes der Selbstständigen – Deutscher Gewerbeverband, Landesverband Bayern, aus den Ergebnissen einer Umfrage seiner Organisation bei 660 Unternehmern und Selbstständigen. Die Lebensversicherung bleibt FavoritEine zentrale Rolle nimmt dabei unverändert die klassische Lebensversicherung ein. 64 Prozent haben bereits solch eine Police. Auf Immobilienvermögen bauen nach eigenem Bekunden 52 Prozent von ihnen. Mit einer Rürup-Rente konnten sich dagegen, zumindest bisher, lediglich sechs Prozent anfreunden, und dabei handelt es sich laut Wickenhäuser hauptsächlich um jüngere Semester sowie Inhaber größerer Unternehmen. Deutliche Abweichung vom BevölkerungsdurchschnittWährend die Riester-Rente für Arbeitnehmer inzwischen „von Rekord zu Rekord“ eile, friste ihr Pendant für Selbstständige noch immer „ein Schattendasein“, schlussfolgert der Verbandschef daraus. Ausschließlich auf die gesetzliche Rente will sich fast kein Selbstständiger mehr verlassen. Deshalb warnt Wickenhäuser eindringlich davor, an irgendeinen Zwang in dieser Richtung auch nur zu denken. Eine Frage des Alters und des GeschlechtsWährend 55 Prozent auf eine Kombination von gesetzlicher und privater Vorsorge bauen, setzen immerhin 44 Prozent nur noch auf die rein private Vorsorge. Damit ist die private Altersvorsorge bei den Selbstständigen deutlich beliebter als bei der Gesamtheit der Bundesbürger. Diese klare Vorliebe ist laut Umfrage bei den unter 34-jährigen Selbstständigen mit einem Anteil von 71 Prozent besonders stark ausgeprägt. Bei den über 55-Jährigen scheint das Selbstvertrauen, die Altersvorsorge ohne jede staatliche Mithilfe stemmen zu können, mit 28 Prozent dagegen deutlich geringer vertreten zu sein. Für die Frauen unter den befragten Selbstständigen gilt insgesamt Ähnliches. Unabhängig von der Altersgruppe setzen auch 38 Prozent der Frauen– gegenüber 46 Prozent bei den Männern – alleine auf eine private Vorsorge. |
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