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Mögliche Krankheitsfolgen bei Kindern oft unterschätzt PDF Drucken E-Mail
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Dienstag, 11 März 2008

Eine neue Studie zeigt auf, dass das Risiko von Kinderinvalidität stark unterschätzt wird und beschreibt, wie die Folgen vor allem für die Mütter sind.

(verpd) Nach der „Risikoanalyse Kinderinvalidität“ eines Finanzdienstleisters ist den meisten Eltern nicht bewusst, dass Krankheiten eine größere Gefahr darstellen als Unfälle. Auch die Belastung durch ein behindertes Kind wird unterschätzt.

Grundlage der Studie ist, dass rund zehn Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland seit mindestens einem Jahr chronisch erkrankt sind und einen hohen Bedarf an medizinischen Versorgungsleistungen haben. Schwerbehindert ist ein Prozent aller Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre, vor allem in der Altersgruppe zwischen sechs und 15 Jahren.

Allergische Krankheiten dominieren

An der Spitze der Erkrankungen stehen mit deutlichem Abstand allergisch bedingte Krankheiten – insbesondere Allergien, an denen knapp zwei Millionen Kinder leiden. Neurodermitis ist bei rund 600.000 Fällen die Ursache für Kinderinvalidität, Asthma bei knapp 300.000.


Auch Diabetes mellitus haben immerhin schon mehr als 120.000 Kinder und Jugendliche. Krebs und Epilepsie spielen eine deutlich geringere Rolle.

Insgesamt gibt es in Deutschland knapp 67.000 pflegebedürftige Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren, die fast ausschließlich zu Hause versorgt werden. Heime haben nur eine untergeordnete Bedeutung.

Dauerhafte Pflege notwendig

58,8 Prozent der behinderten Kinder unter 15 Jahren brauchen eine dauerhafte Pflege im täglichen Leben, insbesondere bei der Köperpflege, aber auch bei der Ernährung und Schulung der Beweglichkeit.

Für die Eltern bedeutet das, dass die Mütter, die zu 98 Prozent die Pflege übernehmen, ihre Berufstätigkeit aufgeben müssen. Die finanziellen Einbußen werden durch das Pflegegeld nicht ausgeglichen. Denn das liegt zwischen 205 und 665 Euro, wenn keine dauernde Bereitschaft notwendig ist.

Ursachen werden unterschätzt

Pflegende haben zwar einen Rentenanspruch, der jedoch von der Pflegestufe und den Betreuungsstunden abhängt und in der Regel niedriger ist als eine durch Berufstätigkeit erworbene Rente.

Den meisten Befragten ist allerdings nicht bewusst, wodurch Behinderungen entstehen können. 56 Prozent gehen davon aus, dass die häufigste Ursache dafür Unfälle sind, 35 Prozent schätzen, dass sie durch Krankheiten verursacht werden.

Faktisch entsteht aber Schwerbehinderung bei Kindern und Jugendlichen zu rund 90 Prozent durch Krankheiten und sonstige angeborene Ursachen. Nur bei 2,7 Prozent liegt ein Unfall zu Grunde.

Richtige Absicherung

Egal wodurch ein Kind eine dauerhafte Behinderung davon trägt, wichtig ist, dass die Eltern zumindest nicht auch noch gegen finanzielle Probleme kämpfen müssen. Eine Kapitalsumme hilft dabei, die durch die Behinderung notwendigen Umbaumaßnahmen und Mehraufwendungen aufzufangen.

Eine monatliche Rente ist sinnvoll, um Einkommenseinbußen auszugleichen, die beispielsweise durch die dauerhafte Pflege bei einem Elternteil entstehen, sowie den späteren Lebensunterhalt des Kindes zu sichern.

Eine Kinder-Invaliditätsversicherung zahlt je nach Vereinbarung eine monatliche Rente, eine Kapitalsumme oder auch eine Kombination aus beiden, wenn ein bestimmter dauerhafter Behinderungsgrad durch Krankheit oder auch durch Unfall verursacht wurde.

 
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