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Neue Umweltzonen und höhere Bußgelder PDF Drucken E-Mail
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Dienstag, 04 März 2008

Auf welche Änderungen sich Autofahrer im Jahr 2008 einstellen müssen – ein Überblick.

(verpd) Autofahrer müssen sich im kommenden Jahr auf eine Reihe von Neuerungen einstellen. Wie kaum anders zu erwarten, wird das Autofahren mal wieder teurer.

Die Meldung für die Fans von hoher Geschwindigkeit zuerst: In Deutschland wird es trotz der Parteitagsbeschlüsse der SPD voraussichtlich auch im kommenden Jahr kein Tempolimit auf Autobahnen geben. Damit bleiben Deutschlands Schnellstraßen auch weiterhin eine in Europa einmalige Oase für Tempo-Liebhaber.

Auch das Eintreiben von Bußgeldern, die man sich im Ausland eingefangen hat, wird entgegen früherer Pläne wohl noch bis zum 1. Januar 2009 auf sich warten lassen.

Höhere Bußgelder

Trotz allem könnte der Spaß am schnellen Fahren teurer werden. Denn glaubt man einer Meldung des Autoclubs ACE, dann sollen die Bußgelder für Geschwindigkeits-Verstöße spätestens ab Mitte des kommenden Jahres drastisch erhöht werden.


Wer beispielsweise innerorts 26 km/h zu schnell fährt, wird dann mit 100 statt bislang 60 Euro zur Kasse gebeten. Um gleich 90 Euro teurer als bisher wird es für jene Autofahrer, die außerorts 51 Stundenkilometer schneller fahren als die Polizei erlaubt. Sie werden künftig wohl um 240 Euro ärmer werden.

Ein Sprecher des Bundesverkehrs-Ministeriums bestätigte zwar entsprechende Pläne. Er konnte aber noch kein endgültiges Datum nennen, ab wann die neuen Sätze Gültigkeit haben werden.

Auch Parkverstöße sollen künftig schärfer als bisher geahndet werden. Denn die Kommunen sollen mit Beginn des Jahreswechsels kräftig zulangen können, wenn ein Autofahrer verkehrsbehindernd parkt oder gar einen Rettungsweg blockiert. Die Rede ist von einer Verdoppelung der bislang geltenden Geldbußen.

Höhere TÜV-Gebühren

Gemessen daran fallen die Erhöhungen der TÜV-Gebühren relativ moderat aus. Je nach Dienstleistung muss mit einer Gebührenerhöhung zwischen 6,5 und knapp zwölf Prozent gerechnet werden.

Die Hauptuntersuchung kostet dann 53 anstatt bisher 48 Euro. Haupt- und Abgasuntersuchung zusammen sollen rund 94 Euro kosten.

Die neuen Gebührensätze werden aller Voraussicht nach spätestens ab März kommenden Jahres gelten.

Umweltzonen – jetzt wird es ernst

Autofahrer, die ihr Fahrzeug noch nicht mit einer gültigen Umweltplakette ausgestattet haben, müssen in einigen Bereichen von Großstädten ab Januar 2008 zu Fuß gehen, Fahrrad fahren oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Ein umweltfreundliches Taxi tut es natürlich auch.

So wird beispielsweise in Berlin die mit 88 Quadratkilometer größte deutsche Umweltzone eingerichtet. Sie umfasst den kompletten Bereich des sogenannten S-Bahn-Rings.

Auch aus bestimmten Bereichen von Hannover oder Köln werden „Stinker“ vertrieben. Weitere Gemeinden wie etwa München, Stuttgart oder Nürnberg wollen dem Beispiel der Hauptstadt so schnell wie möglich folgen.

Unterschiedliche Handhabung

Nach ersten Informationen planen die Gemeinden anscheinend, unterschiedlich mit den Plaketten umzugehen. Denn während die Umweltzone in Berlin sowohl mit der grünen, gelben als auch roten Plakette befahren werden darf, ziehen in einer in Dortmund eingerichteten Zone auch Autos mit einer roten Plakette den Kürzeren.

Eine Übersicht zur sogenannten Feinstaubverordnung gibt es unter anderem auf den Internetseiten des ADAC. Dort ist auch ein Rechner zu finden, mit dem ermittelt werden kann, für welche der Plaketten das eigene Fahrzeug infrage kommt.

Wie konsequent die Behörden die Einhaltung der Verordnung überwachen werden, bleibt abzuwarten. Medienberichten zufolge sind zumindest in Berlin derzeit keine Sonderkontrollen geplant. Es soll vielmehr im Rahmen allgemeiner Verkehrskontrollen überprüft werden, ob sich Autofahrer berechtigterweise in der Umweltzone aufhalten.

 
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