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Damit Kinder nicht zur Altersarmut führen PDF Drucken E-Mail
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Dienstag, 04 März 2008

Die Rentenlücke fällt bei Frauen mit Kindern oft höher aus als bei Männern. Wie sie mit einfachen Mitteln der Altersarmut vorbeugen können.

(verpd) Vorsorge-Experten raten den Frauen mit Kindern, noch deutlich mehr für ihre private Vorsorge zu tun. Denn ihre Erwerbsbiografie liest sich anders als die von Männern. Das hängt vor allem mit der Familienplanung zusammen. Durch Babypausen und Erziehungszeiten zahlen Frauen nämlich deutlich weniger in die Rentenkasse ein.

Frauen müssen mehr in die private Altersvorsorge investieren als Männer, wenn sie ihren Beruf für die Kindererziehung unterbrechen. Denn sonst droht oft die Altersmut.

Das aber ist vielen Frauen nicht bewusst, wie Studien belegen: So hat beispielsweise das Deutsche Institut für Altersvorsorge herausgefunden, dass mehr als zwei Drittel der Frauen von viel zu hohen Rentenansprüchen ausgehen.


Demnach wird bei drei von vier Frauen das Einkommen im Alter nicht zur Sicherung des finanziellen Bedarfs im Ruhestand ausreichen.

Deutlich weniger Altersrente

Das wird an einem Zahlenbeispiel besonders deutlich: Die Durchschnittsrente lag nach Zahlen des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR) zum 1.1.2004 für versicherte Männer bei 1.064 Euro in den alten und bei 1.126 Euro in den neuen Bundesländern.

Versicherte Frauen bekamen dagegen nur eine durchschnittliche Rente von 524 beziehungsweise 722 Euro.

Vielen Frauen droht Altersarmut

Nach Einschätzung der Unternehmensberater von Mummert Consulting droht vielen Frauen sogar Altersarmut durch Abrutschen in die Sozialhilfe: Denn jede vierte Frau zwischen 30 und 59 Jahren müsse im Rentenalter mit einer Versorgungslücke von rund 500 Euro monatlich rechnen.

Die Gründe für die mangelhafte Absicherung: fehlendes Interesse und Vorsorgeprodukte, die häufig an der Lebenssituation der Frauen vorbeigehen.

Staat bezahlt einen Teil der Vorsorge

Eine Möglichkeit für private Altersvorsorge ist ein Riester-Vertrag, der sogar staatlich bezuschusst wird. Der Staat fördert solche Policen mit einer Grundzulage von momentan 154 Euro beziehungsweise bei Ehepaaren mit insgesamt 308 Euro pro Jahr. Für jedes Kind, das vor 2008 geboren wurde, gibt es jährlich noch einmal 185 Euro. Für Kinder die ab 2008 das Licht der Welt erblicken, kommen sogar 300 Euro obendrauf. Darüber hinaus sind bis zu 2.100 Euro im Jahr steuerlich absetzbar.

Um die volle Förderung zu erhalten, müssen mindestens vier Prozent des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens eingezahlt werden. Der Mindestbetrag liegt bei 60 Euro im Jahr.

Riester-Verträge gibt es in vielen Varianten. Ob eine klassische Rentenversicherung oder ein fondgebundener Vertrag ausgewählt wird, hängt von der Anlagestrategie ab. Ein Versicherungsfachmann kann dabei helfen, den richtigen Vertrag zu finden.

 
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