| Gesetzliche Sozialversicherung im Plus |
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| Dienstag, 04 März 2008 | |
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Dank höherer Überschüsse bei der Bundesagentur für Arbeit gab es in den ersten neun Monaten 2007 insgesamt einen kleinen Gewinn zu verzeichnen. (verpd) Die gesetzliche Sozialversicherung hat nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes in den ersten drei Quartalen 2007 einen geringen Überschuss von 67 Millionen Euro erzielt.Die Ausgaben sanken dabei gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 0,2 Prozent auf 348,6 Milliarden Euro. Die Einnahmen sanken um 3,1 Prozent auf 348,7 Milliarden Euro, wobei zu berücksichtigen ist, dass im Jahr 2006 durch das Vorziehen der Fälligkeit einen zusätzliche Monatseinnahme verbucht werden konnte (Basiseffekt). Von daher hatte sich auch im Vorjahr ein Überschuss von insgesamt 10,7 Milliarden Euro ergeben. Die Gesetzliche Sozialversicherung umfasst die Gesetzliche Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung, die Alterssicherung für Landwirte sowie die Bundesagentur für Arbeit. Rentenversicherung mit Milliarden-DefizitWegen des Basiseffekts ergab sich im Neunmonatszeitraum in der Gesetzlichen Rentenversicherung ein Fehlbetrag von 2,7 Milliarden Euro nach einem Überschuss von 4,4 Milliarden Euro im Vorjahr. „Inzwischen ist allerdings erkennbar, dass sich die Ausgaben und Einnahmen im Jahresergebnis ausgleichen werden“, erklärte das Statistische Bundesamt. Insgesamt standen Einnahmen über 172,9 Milliarden Euro Ausgaben von 175,6 Milliarden Euro gegenüber. GKV dank Beitragserhöhung im PlusFür die Gesetzliche Krankenversicherung errechnet sich im Berichtszeitraum ein Finanzierungs-Überschuss von 171 Millionen Euro. Der negative Basiseffekt und die Belastungen durch die höhere Mehrwertsteuer konnten durch die Anhebung des durchschnittlichen Beitragssatzes von 14,2 auf 14,8 Prozent ausgeglichen werden. Im Ergebnis stiegen die Ausgaben um 4,3 Prozent auf gerundet 114 Milliarden Euro. Die Einnahmen wuchsen um 4,9 Prozent auf rund 114,3 Milliarden Euro. Pflegeversicherung fehlen eine halbe Milliarde EuroIn der Sozialen Pflegeversicherung ergab sich in den ersten neun Monaten ein Finanzierungsdefizit von 526 Millionen Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum war noch ein Überschuss von 278 Millionen Euro erzielt worden. Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesgesundheits-Ministeriums verbessert sich das Defizit bis zum Jahresende auf 330 Millionen Euro. Bundesagentur für Arbeit profitiert vom AufschwungDer konjunkturelle Aufschwung verhalf der Bundesagentur für Arbeit nach Angaben des Statistischen Bundesamts trotz des negativen Basiseffekts und eines auf 4,2 von 6,5 Prozent abgesenkten Beitrags zur Arbeitslosen-Versicherung zu einem Überschuss von 3,2 Milliarden Euro. Die Ausgaben sanken in den neun Monaten um 17,9 Prozent auf 28,7 Milliarden Euro. Die Einnahmen lagen mit 31,9 Milliarden Euro um 22,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. |
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