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Rentenkasse füllt sich schneller als erwartet PDF Drucken E-Mail
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Dienstag, 04 März 2008

Die Deutsche Rentenversicherung hat im vergangenen Jahr von der guten Konjunktur und dem Aufschwung am Arbeitsmarkt profitiert, so dass die Rücklagen auf knapp zwölf Milliarden Euro anwuchsen.

(verpd) Die finanzielle Lage bei der Deutschen Rentenversicherung Bund hat sich im vergangenen Jahr schneller als erwartet verbessert. Nach vorläufigen Berechnungen kann durch Überschüsse im Volumen von 2,1 Milliarden Euro die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage auf 11,7 Milliarden Euro gestärkt werden.

Die Einnahmen wuchsen nach den vorläufigen Daten bereinigt um Sonderfaktoren um 3,8 Prozent auf 153,6 Milliarden Euro. Im Oktober vergangenen Jahres hatte man noch den Zuwachs bei der Nachhaltigkeitsrücklage um 1,8 Milliarden Euro auf 11,5 Milliarden Euro unterstellt.

2006 hatte sich die Einnahmen der Rentenkasse auf 155,5 Milliarden Euro belaufen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass durch die Vorverlegung des Fälligkeitstermins in dem Jahr 13 Monatsbeiträge eingezogen wurden. Auf der anderen Seite ist zu berücksichtigen, dass zum 1. Januar 2007 der Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung von 19,5 Prozent auf 19,9 Prozent angehoben wurde.

Aufschwung erreicht die Sozialversicherungskassen

Trotz der besseren finanziellen Entwicklung könne nicht davon gesprochen werden, dass die Versicherungen im Geld schwimmen würden, zitierte eine Finanzzeitung Kreise der Rentenkassen. „Der wirtschaftliche Aufschwung erreicht die Sozialversicherungen.“ Allerdings sei der Einnahmeverlauf im November und Dezember enttäuschend verlaufen, hieß es weiter.


Nach den im Oktober vorgestellten Planungen soll auch in den Jahren 2008 bis 2011 in jeder Periode ein haushaltsmäßiger Überschuss erzielt werden. Die Nachhaltigkeitsrücklage kann dadurch Jahr für Jahr weiter aufgebaut werden.

Sie beläuft sich nach der Prognose zum Jahresende 2008 auf rund 14,3 Milliarden Euro und in den Folgejahren auf 17,9 Milliarden Euro (Ende 2009), 23,3 Milliarden Euro (Ende 2010) und 25,8 Milliarden Euro (Ende 2011).

Dann wäre die Sollgröße von etwa 24 Milliarden Euro bei der Nachhaltigkeitsrücklage erreicht, die dann Ausgaben über eineinhalb Monate abdecken könnte.

Für Rentner wohl keine deutliche Erhöhung

Trotz der besser als erwartet verlaufenen Einnahmesituation dürften die Rentenanpassung eher bescheiden ausfallen.

Bereits bei der Oktober-Prognose war man davon ausgegangen, die Renten ab 1. Juli 2008 um rund ein Prozent in den alten Bundesländern und um etwa 1,1 Prozent in den neuen Bundesländern erhöhen zu können.

Die endgültigen Daten, auf deren Grundlage dann eine Rentenerhöhung festgelegt wird, werden erst im Frühjahr vorliegen.

„Ich warne sehr davor, voreilig Erwartungen zu wecken, ohne zu wissen, ob diese letztlich auch zu erfüllen sein werden“, hatte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Bund, Alexander Gunkel, anlässlich der Oktober-Prognose erklärt.

 
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