| Deutsche akzeptieren Vorsorge-Verantwortung |
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| News - Neues aus der Versicherungswelt | |
| Dienstag, 04 März 2008 | |
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Die Botschaften über Rentenlücken sind bei den Bürgern angekommen – müssen teilweise aber noch umgesetzt werden. Wie sich die Einstellung zum Ruhestand wandelt, zeigt eine aktuelle Umfrage. (verpd) Die Mehrheit der erwerbstätigen Bevölkerung spart schon für das Alter. Doch für knapp ein Drittel ist dies noch kein Thema: Laut der Umfrage eines Finanzdienstleisters wollen sie erst mit 47 Jahren starten. Weitere gute Nachrichten: Die Erwerbstätigen legen im statistischen Mittel (Median) mit 191 (Vorjahr: 149) Euro mehr für den Ruhestand zurück. Bevorzugt werden Produkte mit hohen Garantien, selbst bei geringerer Rendite-Chance. „Die Rente ist sicher“ – das geflügelte Wort des ehemaligen Arbeitsministers Norbert Blüm ist endgültig passé: Für über 90 Prozent der Deutschen steckt das Sozialversicherungs-System in der Krise. Sie glauben, dass das staatliche Rentenversicherungs-System große Probleme hat. Im Auftrag eines Finanzdienstleisters hatte die Gesellschaft für Konsum-, Markt und Absatzforschung AG (GfK) im vierten Jahr in Folge 18.114 Menschen in 26 Ländern zu ihren Einstellungen zum Ruhestand befragt. Eigenverantwortung liegt erstmals vorneSahen die Befragten in den Vorjahren den Staat noch vorrangig in der Verantwortung für die Altersvorsorge, gaben bei der aktuellen Studie nun erstmals 79 Prozent der Erwerbstätigen an, dass die Hauptverantwortung bei jedem Einzelnen liegen müsse. Der Staat rückt mit 77 Prozent an die zweite, der Arbeitgeber mit 58 Prozent an dritte Position. „Die Lebensstandard-Sicherung, die die Rentenversicherung heutigen Rentnern gewährt, wird sie späteren Rentnergenerationen nicht mehr bieten können. Eine ersetzende Altersvorsorge ist daher zwingend notwendig, um die künftigen Rentenniveau-Kürzungen abzufedern“, mahnt Professor Bernd Raffelhüschen von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Briten sparen schon früher72 Prozent der befragten Erwerbstätigen in Deutschland hätten dies erkannt und sparten bereits. Im Durchschnitt starteten sie mit 31 Jahren und gehörten damit im internationalen Vergleich zu den „Frühstartern“ – die Briten beginnen allerdings schon mit 28 Jahren. Im Durchschnitt werden 305 (Vorjahr: 204) Euro gespart. Der Median- beziehungsweise Zentralwert liegt bei 191 (149) Euro, was bedeutet, dass 50 Prozent der Befragten weniger oder deutlich weniger als diesen Mittelwert für den Ruhestand ansammeln. Sowohl Erwerbstätige als auch Ruheständler sind laut Studie der Meinung, dass es kommenden Ruhestandsgenerationen schlechter gehen wird als der heutigen. Acht von zehn Befragten erwarten ein niedrigeres Einkommen, über 60 Prozent der Erwerbstätigen glauben, dass sie im eigenen Ruhestand finanziell nicht mehr so gut gestellt sein wer den wie ihre pensionierten Eltern heute. Weniger erben, länger arbeitenErwerbstätige rechnen konsequenterweise daher auch damit, später ihr Erspartes selbst in Anspruch nehmen zu müssen und der nachfolgenden Generation nur noch wenig oder nichts vererben zu können. Folglich verwundert es auch nicht, dass mehr als ein Drittel der deutschen Erwerbstätigen davon ausgeht, im Ruhestand einen bezahlten Job annehmen zu müssen. Grund hierfür könne neben der Sorge vor einem nicht ausreichenden Einkommen aber auch der Wunsch nach den damit verbundenen Sozialkontakten sein – insbesondere bei Männern, so die Studie. Bisher gehört Deutschland nach wie vor zu den Ländern mit den reichsten Ruheständlern der Welt – und die dritte Lebensphase ist vor allem mit positiven Assoziationen verbunden. Auch der Trend, vor dem gesetzlichen Rentenalter aus dem Erwerbsleben auszuscheiden, ist weiterhin stabil – 72 Prozent der deutschen Ruheständler verabschieden sich freiwillig früher. 59 Jahre gilt nach wie vor als Ideal für den Renteneintritt. Als realistische Größe wird ein Renteneintrittsalter von 64 Jahren angesehen – gegenüber 63 Jahren im Vorjahr. |
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