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Millionen-Schäden durch Blitzeinschläge PDF Drucken E-Mail
News - Neues aus der Versicherungswelt
Dienstag, 24 Juli 2007

nach Angaben der Versicherungswirtschaft nehmen Überspannungsschäden nach Blitzeinschlägen dramatisch zu.

(verpd) Überspannungsschäden nach Blitzeinschlägen nehmen nach Angaben der Versicherungswirtschaft tendenziell zu. Allein 2006 wurden mehr als 2,4 Millionen Blitze gezählt Überspannungsschäden nach Blitzeinschlägen.

Für die im vergangenen Jahr gemeldeten rund 450.000 Überspannungsschäden mussten die Versicherer rund 240 Millionen Euro zahlen – Tendenz steigend. Im ersten Halbjahr 2007 wurden bereits knapp 1,5 Millionen Blitze erfasst.

Blitze bis auf 3.000 Meter Entfernung wirksam

Im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hat die Fachhochschule Aachen untersucht, bis zu welcher Entfernung ein Blitzeinschlag noch zu Schäden an elektrischen und elektronischen Geräten führt.


Zentrales Ergebnis Studie, bei der über 74.000 Schadensfälle aus den Jahren 2005 und 2006 ausgewertet wurden: Blitze mit Einwirkungen auf Versorgungsleitungen können bis zu 3000 Meter entfernt vom Schadensereignis niedergehen.

Bei maximalen Entfernungen von 1.500 bis 1.700 Metern können Blitze über Induktionswirkungen noch Schäden anrichten. Dabei spielt nach den Untersuchungsergebnissen auch eine Rolle, ob der Blitz in einem dicht bebauten Siedlungsgebiet einschlägt oder in einer ländlichen Gegend.

Informationssystem sammelt Unwetterdaten

Wenn der Blitz nicht direkt einschlägt, ist es oftmals schwer, die Ursache für ein defektes Gerät an einem Gewitter festzumachen, insbesondere dann, wenn man zur fraglichen Zeit gar nicht zu Hause war.

Mit dem Blitz-Informationsdienst von Siemens (BLIDS) können sich Versicherer bereits einen detaillierten Überblick über Unwetter machen. Mess-Stationen in ganz Mitteleuropa erfassen nach Siemens-Angaben Blitze bis auf 300 Meter genau. Per Satellit werden alle eingehenden Daten synchronisiert und von einer zentralen Meldezentrale registriert.

Nord-Süd-Gefälle bei Blitzeinschlägen

Die gut 2,4 Millionen Blitzeinschläge des vergangenen Jahres zeigen, dass Länder wie Bayern, Baden-Württemberg, Hessen oder Sachsen weit mehr betroffen sind als etwa die Küstenregion.

Dass die Hausratsversicherer daraufhin ihre Prämiengestaltung ändern, ist nach Einschätzung der Versicherungsbranche jedoch unwahrscheinlich. Innerhalb der Prämie für eine Hausratversicherung spiele der Anteil für Überspannungsschäden nur eine untergeordnete Rolle.

Schadenverhinderung liegt im eigenen Interesse

Nach Ansicht der Versicherer liegt die Schadenverhinderung im Interesse der Versicherten, zumal diese über immer mehr elektronische Geräte verfügten.

Und das ist schon mit einfachen Mitteln zu gewährleisten: „Bei Gewitter gilt: Stecker raus“, sagte Ross. Nur wenn Leitungen wirklich unterbrochen seien, könne der Blitz nicht überspringen.

 
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