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| Dienstag, 24 Juli 2007 | |
Wie Eltern die Sicherheit ihrer Kinder auf dem Weg in die Schule entscheidend verbessern können.(verpd) Für mehrere hunderttausend Erstklässler beginnt in den nächsten Wochen der Ernst des Lebens. Damit sie nicht schon auf dem Schulweg straucheln, hat das Verkehrstechnische Institut der Deutschen Versicherer, eine Einrichtung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), eine Broschüre entwickelt. Sie soll Eltern, Pädagogen und Behörden dabei helfen, die Schulwege sicherer zu machen. Von den rund 13 Millionen in Deutschland lebenden Kindern unter 15 Jahren werden jährlich fast zwei Millionen bei Unfällen so stark verletzt, dass sie in ärztliche Behandlung müssen. Nicht wenige davon auf dem Weg von und zur Schule. Verkehrserziehung und SchulwegplanungDabei könnten nach Aussage von Fachleuten durch oft einfache vorbeugende Maßnahmen mehr als die Hälfte der Unfälle verhindert werden. Mit der Broschüre „Schulwegsicherung“ wendet sich das Verkehrstechnische Institut vornehmlich an Eltern. Die Druckschrift ist aber auch für Lehrer und Behörden eine wichtige Grundlage für die Sicherung von Schulwegen. Welcher Weg zur Schule?Auf 40 reich bebilderten Seiten werden ausführlich und laienverständlich Themen wie Verkehrserziehung und Schulwegplanung behandelt. So wird beispielsweise erklärt, wie man Kinder Schritt für Schritt auf den Straßenverkehr vorbereitet und verhindert, dass beim Spielen zu sorglos mit den Gefahren des Verkehrs umgegangen wird. Bei der Planung des Schulweges wird detailliert auf die unterschiedlichsten Arten (zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Bus oder dem Auto) und ihre speziellen Gefahren eingegangen. So erfahren Eltern beispielsweise, dass ihre Kinder möglichst erst ab der fünften Klasse mit dem Rad zur Schule fahren sollten. Erfahrungsgemäß bewältigen sie erst ab diesem Alter mehrere Aufgaben (treten, lenken, Gleichgewicht halten, schauen) gleichzeitig und können dabei richtig reagieren. Zusammenarbeit mit Lehrern und BehördenDank anschaulicher Bebilderung kann dieser Teil der Broschüre mit den Kindern selbst durchgegangen werden, um so – zusammen mit einem Training direkt auf dem Schulweg – Lernerfolge zu erzielen. Viele auf dem Schulweg lauernde Gefahren können aber nur in Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrern und Behörden beseitigt werden. Welche Möglichkeiten es dabei gibt, wer die Ansprechpartner sind und wie man einen Schulwegplan aufstellt, wird in der Broschüre ebenfalls ausführlich erläutert. Eine Checkliste, Musterschreiben sowie eine Literatur und Adressliste runden die ausgesprochen hilfreiche Broschüre ab. Sie kann kostenlos als PDF-Datei von den Internetseiten des Verkehrstechnischen Instituts der Deutschen Versicherer heruntergeladen oder unter der Fax-Nummer 030 – 20 20 68 72 bestellt werden. Schutz durch gesetzliche UnfallversicherungZusätzliche Informationen zu speziellen Fragen von Kinderunfällen sind auf den Internetseiten der Bundesarbeitsgemeinschaft Kindersicherheit zu erhalten. Eltern, die ihre Kinder auf dem Weg zur Arbeit zur Schule bringen und dabei verunglücken, müssen nach einer Mitteilung der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) übrigens nicht befürchten, wegen des möglichen Umwegs den Schutz ihrer gesetzlichen Unfallversicherung zu verlieren. Das gilt selbst dann, wenn zusätzlich Kinder im Rahmen einer Fahrgemeinschaft abgeholt werden müssen. Laut VBG besteht Versicherungsschutz auch, wenn die Kinder nicht zur Schule, sondern in einen Kindergarten, zu einer Tagesmutter oder einer vergleichbaren Betreuungs-Einrichtung gebracht oder von dort abgeholt werden. Private Ergänzung notwendigIn der gesamten übrigen Zeit des Tages gilt der gesetzliche Schutz nicht. Bei Unfällen ist dann für Behandlungskosten die Krankenversicherung zuständig. Die Folgen von in der Freizeit erlittenen dauerhaften Körperschäden lassen sich nur privat versichern, zum Beispiel mit Unfall- oder Invaliditäts- beziehungsweise Pflegepolicen. |
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