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Informationsdefizit bei der Altersvorsorge PDF Drucken E-Mail
News - Neues aus der Versicherungswelt
Mittwoch, 11 Juli 2007

Viele Bundesbürger glauben nach einer akltuellen Studie auch heute noch, besser im Alter versorgt zu sein, als es tatsächlich der Fall ist. Wie man der Altersarmut

(verpd) Die mit dem Namen des früheren Arbeits- und Sozialministers Walter Riester eng verbundene staatlich geförderte Altersvorsorge beherrscht zwar zahllose Berichte in den Medien. Beim Bürger bestehen allerdings nach Erhebungen des Bankenverbands weiter erhebliche Defizite.

„Wir brauchen bessere Informationen über die Altersvorsorge“, erklärte Professor Manfred Weber vom Bundesverband deutscher Banken (BdB) anlässlich der Vorstellung einer Studie zur kapitalgedeckten Altersvorsorge.

Viele bleiben bei der Altersvorsorge untätig

Der Umfrage zufolge wollen 70 Prozent der Befragten, die heute noch nicht im Ruhestand sind, auch künftig nicht mehr für ihre Altersvorsorge zu tun.

Die Fehleinschätzung, im Alter besser versorgt zu sein, als es tatsächlich der Fall sei, dürfte nach Einschätzung der Studienautoren ernste Konsequenzen haben.


Altersvorsorge klar darstellen

In der Befragung stellte sich heraus, dass 28 Prozent der Befragten nur über geringe Kompetenzen und Kenntnisse hinsichtlich ihrer Finanzplanung verfügen. Dazu zählten insbesondere jüngere Frauen.

Deshalb müsse in erster Linie die „finanzielle Allgemeinbildung der Bürger“ gestärkt werden, ziehen die Autoren als Fazit der Umfrage. Denn die Menschen nähmen die Vorsorgeprodukte nur an, wenn sie diese auch verstehen. In diesem Sinne müsse die kapitalgedeckte Altersvorsorge einfach, transparent und flexibel gestaltet werden.

So funktioniert das Riestern

Bei der Riester-Rente beteiligt sich der Staat an der Vorsorge. Momentan gibt es für jeden Riester-Sparer eine sogenannte Grundzulage von 114 Euro im Jahr. Für jeden kindergeldberechtigten Sprössling gibt es noch einmal 138 Euro pro Jahr dazu – und bis zu 1.575 Euro sind im Jahr steuerlich absetzbar.

Man muss allerdings mindestens drei Prozent des Vorjahreseinkommens einzahlen, um in den Genuss der vollen Förderung zu kommen. Für den Eigenbeitrag hat der Gesetzgeber eine Untergrenze von 60 Euro im Jahr oder fünf Euro im Monat festgelegt.

Ab 2008 gibt es noch mehr Geld vom Staat. Denn dann wird die Grundzulage auf 154 Euro erhöht, und die Kinderzulage auf 185 Euro. Steuerlich kann man dann sogar 2.100 Euro geltend machen – für die volle Förderung müssen dann vier Prozent des Vorjahreseinkommens investiert werden.

Jetzt einfacher

Viele Begünstigte haben noch keine Riester-Rente, weil ihnen das Beantragen der staatlichen Zuschüsse zu kompliziert erschien.

Dieses Hindernis ist inzwischen beseitigt. Der Zulagenantrag braucht nun nicht mehr jährlich, sondern nur noch einmal gestellt werden. Dabei ist jeder Versicherungsvermittler gerne behilflich.

 
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