| Betriebskassen überraschend weit im Plus |
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| Montag, 24 April 2006 | |
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Die Betriebskrankenkassen (BKK) haben im vergangenen Jahr einen Überschuss von 900 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Ergebnis ergibt sich ein Überschuss der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von gut 1,7 Milliarden Euro, der damit höher ausfällt als zuletzt erwartet. Er wird ein Jahr nach Beginn der Gesundheitsreform noch etwa die Hälfte jener 4 Milliarden Euro erreichen, die die GKV im Jahre 2004 ausgewiesen hat. Zuvor hatte der Marktführer Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK) einen Einbruch beim Überschuss auf 152 Millionen Euro berichtet, der auf nur noch ein Sechstel der Vorjahreszahl schrumpfte. Bei den Ersatzkassen, die ein Drittel der 70 Millionen Versicherten absichern, sank der Überschuss auf 424 Millionen Euro. Das sind weniger als ein Drittel jener 1,4 Milliarden Euro die Barmer, DAK oder Technikerkasse im Vorjahr erzielt hatten. Aber auch die BKK wie Vertreter der übrigen Kassenarten bezeichnen die steigenden Arzneimittelausgaben als Problem. Deshalb sei es gut, dass der Gesetzgeber mit dem Arzneimittelsparpaket schnell gehandelt hat, so die BKK. Der Bundestag hatte vor zehn Tagen neue Ausgabensenkungen für Arzneimittel beschlossen, die die Kassen in diesem Jahr um eine Milliarde, in den Folgejahren um 1,3 Milliarden Euro entlasten sollen. Die Arzneimittelausgaben werden im kommenden Jahr allein wegen der Mehrwertsteuererhöhung um knapp eine Milliarde Euro steigen. |
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