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Keine Rentenerhöhung in 2008? PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 28 Juni 2007

Warum ein Berater der Bundesregierung trotz der hervorragenden Wirtschaftslage nicht mit einer Erhöhung der Altersbezüge im kommenden Jahr rechnet.

(verpd) Im kommenden Jahr wird es wenn überhaupt nur eine kleine Rentenerhöhung geben. Diese Prognose traf der Vorsitzende des Sachverständigenrats, Bert Rürup, in einem Interview mit dem ZDF-Wirtschaftsmagazin „Wiso“.

Zum 1. Juli 2007 steigen die Renten erstmals seit 2003 wieder an – wenn auch nur um 0,54 Prozent.

Möglich wird das durch den sogenannten Nachhaltigkeitsfaktor, der seit 2005 wirksam ist und in den vergangen beiden Jahren zu Nullrunden geführt hatte.

Jetzt wirkt er umgekehrt: Denn in 2006 hat die Zahl der Ruheständler weniger stark zugenommen als die Zahl der Erwerbstätigen.


2008 voraussichtlich keine Erhöhung

Für das nächste Jahr rechnet Rürup wegen „des sogenannten Riester-Faktors und der Beitragserhöhung in der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) zu Beginn dieses Jahres“ nicht mit einer Anhebung der Altersbezüge.

Denn der Riester-Faktor werde auch im kommenden Jahr zu einer Reduzierung der Rentenerhöhung führen. Zudem würden die Gehälter und Nettolöhne durch die Anhebung des GRV-Beitragssatzes von 19,5 auf 19,9 Prozent Anfang 2007 geschmälert, so dass die maßgebliche Lohnerhöhung geringer ausfiele.

Riester-Faktor

Der Riester-Faktor verringert seit 2002 bis 2011 die jährliche Erhöhung der Rentenbezüge um etwa 0,6 Prozentpunkte. Dieser Faktor dient als Ausgleich für den Aufwand der erwerbstätigen Generation für private Altersvorsorge.

Ob es jedoch in 2008 vielleicht auch wieder eine kleine Rentenerhöhung geben werde, könne man jetzt noch nicht sagen, so der Wirtschaftsweise in dem Interview.

Hoffnung für 2009

Für 2009 besteht laut Rürup jedoch Hoffnung für die Rentner: Dann „sieht es besser aus, weil wir im nächsten Jahr stärkere Lohnerhöhungen haben dürften.

Die sind bestimmend für die Rentenanpassung des Jahres 2009“, erklärte der Wirtschaftsweise.

Der Altersarmut vorbeugen

Selbst eine Rentenerhöhung kann faktisch einer Rentenkürzung gleichkommen, wenn die Anhebung kleiner ausfällt als die Inflationsrate. Dann haben die Rentner zwar mehr Geld in der Tasche, können sich durch die Verteuerung aber weniger dafür kaufen.

Experten erwarten genau eine solche zukünftige Entwicklung bei den gesetzlichen Altersbezügen. Deshalb wird der privaten Altersvorsorge ein immer höherer Stellenwert zu kommen.

Denn auch die Rentenlücke wächst immer weiter an, wenn die Rentenerhöhung nicht größer als die Inflationsrate ist. Ein Versicherungsfachmann kann helfen, diese Lücke mit den individuell passenden Vorsorge-Instrumenten zu schließen.

 
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