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Reform der Pflegeversicherung unausweichlich |
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Montag, 24 April 2006 |
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Seit 1999 verzeichnet die Pflegeversicherung stetig wachsende Defizite. Das erfreuliche Finanzergebnis der sozialen Pflegeversicherung im Jahr 2005 kann über ihren Reformbedarf nicht hinwegtäuschen. 2004 lag der Fehlbetrag der Pflegeversicherung bei 820 Mio. Euro. Nur durch einen Beitragszuschlag im Jahr 2005 für Kinderlose konnte das Defizit auf 360 Mio. Euro halbiert werden. Letztlich bedeutet dies, dass die freien Reserven der Pflegeversicherung spätestens im Jahr 2008 aufgebraucht sein werden. Damit wird immer deutlicher, dass wir eine grundlegende Struktur- und Finanzierungsreform brauchen.
Das Leistungsgefüge der Pflegeversicherung mit unterschiedlichen Leistungen bei ambulanter und stationärer Pflege muss neu justiert werden, die seit 1995 unveränderten Pflegeleistungen sollten an die Kostenentwicklung angepasst werden. Es wäre ratsam die umlagenfinanzierte Pflegeversicherung um eine kapital gedeckte Vorsorgekomponente zu ergänzen. |