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Worauf man bei Warnwesten achten sollte PDF Drucken E-Mail
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Montag, 04 Dezember 2006

Im Dienst- und Firmenwagen sind sie Pflicht – doch welches Modell soll man kaufen? Ein aktueller Test des Auto Club Europa zeigt ein wenig schmeichelhaftes Ergebnis für die Hersteller.

Der Großteil der im Handel erhältlichen Warnwesten für Autofahrer weist erhebliche Funktionsmängel auf und kann nicht zum Gebrauch empfohlen werden. Das ist das Ergebnis eines Tests des Auto Club Europa (ACE) von zehn handelsüblichen Westen.

Wer in Deutschland mit seinem Dienstwagen oder Firmenfahrzeug unterwegs ist, muss eine Warnweste dabei haben. Andernfalls droht ein Bußgeld. Noch strenger sind die Regeln in Ländern wie zum Beispiel Italien, Portugal oder Spanien. Dort muss die Schutzkleidung auch in Privatwagen mitgeführt werden.

Sieben von zehn Westen taugen nichts

Doch die unter Fachleuten weitgehend unumstrittene Warnwestenpflicht taugt wenig, wenn die Westen nicht den an sie gestellten Sicherheitsanforderungen entsprechen. Das aber ist bei sieben von zehn der vom ACE getesteten Westen der Fall. Sie entsprechen nicht der Euro-Norm EN 471, die unter anderem eine Mindeststärke für die Reflexionskraft der aufgenähten Leuchtstreifen vorschreibt.

Bei dem Test nach den Kriterien Reflexion, Handhabung, Herstellerinfos und Preis erreichte keine der Testkandidatinnen eine bessere Gesamtnote als „befriedigend“.

Die drei Spitzenreiter

Testsieger wurde die Weste „AW-Schutz“ der Firma Warntex zum Preis von 7,99 Euro. Diese erhielt als einzige der Westen bei der Reflexion die Note „gut“. Dafür wurde die Handhabung mit nur „ausreichend“ bewertet, die Hersteller-Informationen gar mit „mangelhaft“.

Auch die zweitplatzierte Weste mit Namen Polytex stammt von der Firma Warntex. Deren Reflexions-Eigenschaften wurden allerdings nur mit „befriedigend“ bewertet. Dafür wurde die Weste mit einem Preis von 1,60 Euro Preis-/Leistungssieger.

Die Kandidatin auf Platz drei stammt vom Baumarkt OBI, kostet knapp zwei Euro und erhielt ebenfalls die Gesamtnote „befriedigend“.

Etikettenschwindel

Alle anderen Westen erhielten die Note „mangelhaft“ und werden vom ACE daher nicht zum Gebrauch empfohlen.

Laut ACE verfügen zwar viele der Westen über ein Label, auf dem die Übereinstimmung mit den EU-Bestimmungen garantiert wird. In Wirklichkeit wird diese Norm jedoch verfehlt. Der Automobilklub wirft den Herstellern daher Etikettenschwindel vor.

Weitere Informationen sind auf den ACE-Internetseiten zu erhalten. Dort wird auch eine Zusammenfassung der Testergebnisse als kostenfreie PDF-Datei angeboten.

 
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