| Später in Rente - Systemkollaps |
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| Montag, 24 April 2006 | |
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Rentenexperten mahnen bereits seit Jahren: Der Trend zu frühen Eintritt in den Ruhestand muss umgekehrt werden, sonst droht dem System der Kollaps. Allmählich zeigt die Aufklärungsarbeit Wirkung: Deutsche Arbeitnehmer arbeiten einem Zeitungsbericht zufolge immer länger, denn für jedes Jahr, das man vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheidet, werden 3,6 Prozent von den berechneten Ansprüchen abgezogen. Der Trend wird sich noch verstärken, wenn das Renteneintrittsalter auf 67 Jahre angehoben wird. Denn damit fällt der Abschlag noch deutlich höher aus. Allerdings wird es mit zunehmendem Alter nicht einfacher, sich im Berufsleben zu behaupten. In der Vergangenheit wurden durch die Regelungen des Altersübergangsgeldes Tendenzen zur Frühverrentung unterstützt. Auch die Regelungen zur Altersteilzeit dienten mitunter mehr dazu, den Übergang in den Ruhestand zu beschleunigen als die Erwerbstätigkeit möglichst lange aufrechtzuerhalten. In einer Umfrage gaben aber rund die Hälfte der Betriebe in Deutschland an, dass sie keine Mitarbeiter mehr beschäftigen, die älter als 50 Jahre sind. Über ein Viertel der Arbeitslosen in Deutschland ist älter als 50. Mehr als die Hälfte davon ist bereits länger als ein Jahr ohne Arbeit. Mit über 55 sind nur noch rund 42 Prozent in Arbeit - mehr als in jedem anderen europäischen Land. |
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