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Wie viel die soziale Sicherung für das Jahr 2005 kostet PDF Drucken E-Mail
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Dienstag, 07 November 2006

Das Bundesarbeitsministerium hat beeindruckende Zahlen zum „Sozialbudget“ Deutschlands vorgelegt. Es zeigt, wie viel wir ausgeben, wie es finanziert und an wen es verteilt wird.

Das Sozialbudget Deutschlands wird 2005 knapp 700 Milliarden Euro erreichen oder 31 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Woher das Geld kommt und wofür es ausgegeben wird, hat nun das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BAMS) in einem neuen Sozialbudget aufgeschlüsselt.

Der Etat des BMAS ist der größte Einzeletat im Bundeshaushalt. Allein das zeigt die hohe Bedeutung der Leistungen der sozialen Sicherung.

Mehr als das Zwanzigfache

Und die hat sich im Zeitablauf enorm entwickelt. 1960 betrug das Sozialbudget ganze 32,6 Milliarden Euro, seither hat es um den Faktor 21 erhöht.

Und das war nicht allein die Teuerungsrate, denn auch der Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist erheblich gestiegen, von 21,1 auf 31 Prozent, die voraussichtlich 2005 erreicht werden.


Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen Hauptlast

Woher kommen diese enormen Summen? Den Löwenanteil bringen die Unternehmen (189,8 Milliarden Euro) und die Arbeitnehmer (189,3 Milliarden Euro) auf, und zwar im Wesentlichen über die Beiträge zur Sozialversicherung.

Auch der Bund steuert mit 177,8 Milliarden Euro einen hohen Anteil bei, zusammen tragen diese drei Finanzierer mehr als drei Viertel der gesamten Last. Der Rest stammt von Ländern, Gemeinden und anderen Trägern.

Für die Rente das Meiste

Den größten Anteil am Sozialbudget hat die Rentenversicherung. Fast ein Drittel aller Ausgaben gehen auf ihr Konto. Weitere knapp 20 Prozent kostet die Krankenversicherung – damit sind schon mehr als die Hälfte aller Sozialausgaben in Deutschland verteilt.

Die Arbeitsförderung hat einen Anteil von 11,9 Prozent. Insgesamt verbrauchen die Sozialversicherungs-Systeme mit 67,9 Prozent mehr als zwei Drittel der Mittel.

Sozialhilfe macht einen eher kleinen Anteil aus

Die Fürsorge in Gestalt der Sozialhilfe, der Jugendhilfe, Kindergeld, Erziehungsgeld, Ausbildungsförderung, Wohngeld oder der Förderung der Vermögensbildung beansprucht hingegen nur sechs Prozent des Sozialbudgets. Der öffentliche Dienst mit seinen Pensionen, Familienzuschlägen und Beihilfen kostet weitere gut sieben Prozent.

Die Leistungssysteme der Arbeitgeber bestehen nach den BMAS-Statistiken aus Entgeltfortzahlung, betrieblicher Altersvorsorge, Zusatzversorgung und sonstigen Arbeitgeberleistungen, auch hier fallen mehr als sieben Prozent der Sozialausgaben an.

Einen großen Anteil haben schließlich Steuertransfers, zum Beispiel der Familienlasten-Ausgleich. Knapp zehn Prozent des Sozialbudgets gehen auf das Konto indirekter, steuerlicher Maßnahmen.

Alter, Gesundheit, Familie

Schließlich weist die Statistik auch eine Gliederung der Verwendung nach bestimmten fördernswerten Bereichen aus. Und auch hier sticht das Alter und die Hinterbliebenenvorsorge hervor, hierfür werden 39 Prozent der Mittel aufgebraucht oder 273,3 Milliarden Euro.

Die Gesundheit beansprucht auch schon über ein Drittel aller Ausgaben mit 34 Prozent. Der Förderung von Ehe und Familie dienen weitere 14 Prozent. Die Beschäftigungsförderung schlägt noch mit neun Prozent zu Buche.

Der Tabellenauszug „Sozialbudget 2005“ steht auf den Seiten des BMAS zum Download.

 
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