| Standard Life: 185 Aktien für jedes Vereinsmitglied |
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| Donnerstag, 20 April 2006 | |
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Die umfangreiche Post der Standard Life Assurance Company in Edinburgh, die jetzt an Millionen Mitglieder verschickt worden ist, verspricht jedem anspruchsberechtigten Versicherungsnehmer wenigstens 185 Aktien für die Aufgabe der Vereinsmitgliedschaft. Um die Mitglieder des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit endgültig für eine Umwandlung in eine Aktiengesellschaft zu gewinnen, schrieb Sir Brian Stewart, Vorsitzender der Standard Life, am 18. April 2006 rund 2,4 Millionen anspruchsberechtigte Mitglieder und weitere 2,1 Millionen Versicherungsnehmer seines Hauses an. Auch eine variable Aktienzuteilung ist drinDabei lockt Sir Brian mit einer einmaligen festen Zuteilung von 185 Aktien für jedes stimm- und anspruchsberechtigte Mitglied. Zusätzlich ist noch eine variable Zuteilung von Aktien drin, mit der fast alle rechnen können, heißt es im Anschreiben aus Edinburgh weiter. Merril Lynch International sowie die UBS Limited, der Finanzberater von Standard Life, machen aus diesem trockenen Angebot Nägel mit Köpfen.
Stückwert der Aktie zwischen 3,46 und 4,18 EuroJede einzelne Aktie nämlich hätte nach deren Schätzung bei einem Börsengang schon am 13. April 2006 einen Kurswert zwischen 240 und 290 Pence gehabt. Das sind 3,46 bis 4,18 Euro pro Aktie. Die fest zugesagten 185 Aktien pro Mitglied entsprechen damit 640 bis 773 Euro. Marktkapitalisierung von bis zu 7,9 Milliarden EuroDiese geschätzte Bewertung ergibt eine Marktkapitalisierung von Standard Life plc, wenn es denn dazu kommt, von 4,8 bis 5,5 Milliarden britischen Pfund oder eben 6,9 bis 7,9 Milliarden Euro. Darin sind die 1,1 Milliarden Pfund oder knapp 1,6 Milliarden Euro des voraussichtlich beim Börsengang netto neu aufgenommenen Eigenkapitals enthalten. Letzter Stimmabgabetermin am 28. MaiDie Mitglieder und Versicherungsnehmer des Noch-Versicherungsvereins erhielten jetzt aber zunächst einmal ein Abstimmungsformular, das sie bitte mit „Ja” ausfüllen sollen, meint der Vorstand von Standard Life. Denn schließlich müssen mindestens 75 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder für die Demutualisierung und den Börsengang votieren. Letzter Abgabetermin ist Mitternacht am 28. Mai 2006.
Mitgliederversammlung in Edinburgh am 31. MaiDie außerordentliche Mitgliederversammlung folgt wenig später. Sie wurde zum 31. Mai des Jahres um 11.00 Uhr im Edinburgh International Conference Centre anberaumt. Auch wer schon mit „Ja” gestimmt hat, ist dazu herzlich eingeladen. Sofern die überwiegende Mehrheit den Börsenplänen des Vorstands zustimmt, beabsichtigt Standard Life dann schon im Juni beim Zivilgericht in Schottland, dem Court of Session, die endgültige Genehmigung für die Umwandlung einzuholen.
Teil 6 für die EinsprücheDieses Verfahren wird in Teil 6 des am 18. April versandten Vorschlags beschrieben. Hier wird auch erklärt, wie Versicherungsnehmer, die dem Vorstand nicht folgen, gegen dessen Pläne Einspruch erheben können. Läuft aber alles wie geplant, gibt es noch im Juni erneut Post aus Edinburgh. Darin werden die stimmberechtigten Mitglieder darüber informiert, wie sie im Rahmen des Börsengangs eventuell weitere Aktien zu einem Vorzugspreis erwerben können.
Nach dem Börsengang gibt es Aktien oder BaresIm Juli 2006 schließlich geht Standard Life an die Börse. „Sobald wie möglich” nach dem Börsengang erhalten die ehemaligen stimmberechtigten Mitlieder „entweder ihre Aktien oder ihre Ausgleichsleistung in bar”. |
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