| Viele Krankenkasse erhöhen die Beiträge |
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| Dienstag, 29 Juli 2008 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Allein zum 1. Juli haben 23 gesetzliche Krankenkassen teilweise kräftige Beitragsanpassungen von bis zu über einem Prozentpunkt durchgeführt. Das setzt die Regierung unter Druck, die bald den neuen einheitlichen Beitragssatz bekannt geben muss. (verpd) Laut dem Online-Informationsdienst krankenkassen.de haben 23 Krankenkassen zum 1. Juli ihre Beitragssätze um bis zu 1,2 Prozentpunkte erhöht.Offenbar rüsten sich viele Krankenkassen auf die bevorstehende Vereinheitlichung der Beitragssätze. Denn nach Paragraf 241 Absatz 2 SGB V (Sozialgesetzbuch V) muss die Bundesregierung bis zum 1. November 2008 den allgemeinen Beitragssatz festlegen, der dann für alle Krankenkassen gleichermaßen gilt. Bereits seit Längerem wird darüber spekuliert, welche Größenordnung dieser annehmen könnte. Von Kassenseite wurden wiederholt Schätzungen um 15,5 bis 15,6 Prozent ins Gespräch gebracht. Dafür werden vor allem Mehrkosten durch die neue Bürokratie beim Gesundheitsfonds, aber auch neue Leistungen verantwortlich gemacht, die die Kassen seit letztem Jahr erbringen müssen. Das würde den Versicherten einiger Kassen sogar eine Entlastung bringen, die jetzt bereits Beitragssätze von bis zu 16,5 Prozent aufweisen. Für die meisten wird es teurerDoch die meisten Versicherten würden bei einer solchen Anhebung des Beitragssatzes teilweise spürbar mehr zahlen müssen. So lag der durchschnittliche Beitragssatz nach Informationen des Bundesgesundheits-Ministeriums im März bei 13,95 Prozent. Doch die Unterschiede sind schon nach Kassenarten groß. Bei der Knappschaft ist man für 12,7 Prozent versichert, bei den Innungs-Krankenkassen zu 12,98 Prozent. Versicherte bei Betriebs-Krankenkassen hingegen zahlten im Frühjahr bereits durchschnittlich 13,73 Prozent. Am meisten sind es bei den Angestellten-Ersatzkassen (14,17 Prozent) und den Allgemeinen Orts-Krankenkassen (14,33 Prozent). Hinzu kommt jeweils der vom Arbeitnehmer allein zu tragende Anteil von 0,9 Prozent. Neun von zehn betroffen?Bei einem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent – zuzüglich dem Arbeitnehmer-Anteil also insgesamt 15,5 Prozent – müssten nach der März-Statistik des Ministeriums gut 92 Prozent der Versicherten mehr bezahlen als bisher. Für 22 Prozent der Versicherten würde der Anstieg mindestens einen Prozentpunkt, für knapp sieben Prozent sogar mindestens zwei Prozentpunkte des beitragspflichtigen Einkommens ausmachen. Bei einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 30.000 Euro entspricht das 25 Euro mehr im Monat für mehr als vier Fünftel der Versicherten – und die gleiche Belastung trifft den Arbeitgeber. Jeder 14. hat danach sogar mit 50 Euro mehr im Monat zu rechnen. 38 Kassen mit AnhebungenDoch viele Kassen erhöhen in diesem Jahr bereits teilweise kräftig. 38 Krankenkassen haben ihre Beitragssätze seit 1. April bis einschließlich 1. Juli angehoben. Allein zum 1. Juli passten 23 Kassen ihre Beitragssätze an, was die Ministerien-Statistik bisher nicht abbildet.Vor allem viele Betriebs-Krankenkassen haben ihre zum Teil immer noch sehr günstigen Sätze kräftig angehoben.
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