Die Hälfte der Deutschen hat inzwischen von der Abgeltungsteuer gehört. Wie sich die neue Steuer auf die Vorsorge- und Sparstrategie der Deutschen auswirkt, haben Marktforscher jetzt herausgefunden.
(verpd) Jeder zweite Deutsche hat der Umfrage eines Marktforschungs-Instituts im Auftrag eines Versicherers zufolge bereits von der Abgeltungsteuer gehört. Es gibt weiter Informationsdefizite, aber auch konkrete Handlungsabsichten.
Einkünfte aus Kapitalvermögen wie Zinsen, Dividenden oder Aktiengewinne werden ab 2009 mit 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und unter Umständen Kirchensteuer versteuert. Diese Tatsache war der Hälfte der gut 1.000 befragten Bundesbürger über 18 Jahre vom Grundsatz her bekannt.
Hoher Beratungsbedarf
Doch aktiv informiert zum Thema Abgeltungssteuer hat sich bisher nur eine kleine Minderheit. So ist laut Umfrage beispielsweise 31 Prozent derjenigen, die bereits von der Abgeltungsteuer wussten, dennoch nicht bekannt gewesen, dass geförderte Verträge wie Riester- und Rürup-Renten abgeltungsteuerfrei bleiben.
Doch wer sich informiert hat, zeigt sich auch handlungsbereit. 35 Prozent wollen eine Rentenversicherung abschließen, sowohl in klassischer als auch in Fördervertrags-Form als Riester- oder Rürup-Rente.
Und 25 Prozent zeigen sich auch am Abschluss einer Kapitallebens-Versicherung interessiert. Ansonsten ziehen die Betroffenen auch vorgezogene Käufe von Aktien und Fonds noch im Jahr 2008 in Betracht.
Die richtige Vorsorgestrategie
Welche Vorsorgemaßnahme die individuell richtige ist und welche Vorsorgestrategie am besten zu der jeweiligen persönlichen Situation passt, erschließt sich für Verbraucher aus der Vielfalt der Angebote oft nicht von allein.
Ein Vorsorgefachmann kann dabei helfen, die individuell passende Vorsorgestrategie zu entwickeln und die richtige Police und den richtigen Anbieter zu finden.